Blaue Konkurrenz für Gelben Riesen

  • Privater Briefdienstleister arriva 10 Jahre erfolgreich am Markt
  • Zweistellige Zuwachsraten und weiterhin großes Potenzial

arriva-briefkasten.jpgRund 42 Millionen Briefsendungen wird der private Briefdienstleister arriva im Jahr 2010 zustellen, laut der aktuellen Prognose von Geschäftsführer Heiko Stihl. Zirka 180 000 Briefe täglich werden in den beiden Sortierzentren in Singen und Freiburg von den 205 Mitarbeitern verarbeitet. „Die Spitzen liegen bei bis zu 250 000 Sendungen am Tag“, sagt Heiko Stihl. Rund 2500 Zusteller bringen die Briefe zu ihren Empfängern.

Das junge Unternehmen, im Herbst 2000 als Tochter des SÜDKURIER und der Badischen Zeitung gegründet, hat in seinem zehnjährigen Bestehen am Markt eine gute Entwicklung genommen. „Wir verzeichnen ein konstantes Wachstum. Bis heute haben wir jedes Jahr zweistellige Zuwachsraten“, sagt Heiko Stihl. Er ist zuversichtlich, dass arriva auch in Zukunft weiter wachsen wird – trotz des immer härter werdenden Wettbewerbs mit der Post, die durch eine Reihe von Privilegien eine sehr starke Marktposition habe. „Wir haben uns bereits an einem Missbrauchsverfahren beteiligt wegen der immensen Rabatte, die die Post ihren Großkunden derzeit einräumt“, sagt Stihl. Von der Bundesnetzagentur sei aber eine Absage gekommen. „Dort tut man wenig für alternative Briefzusteller“, klagt der arriva-Geschäftsführer. Nur über die Qualität und den Preis könnten in Zukunft Marktanteile gewonnen werden.

Stihl sieht aber noch großes Potenzial für private Zustelldienste wie arriva: „Alternative Briefdienste haben bislang erst rund 10 Prozent des Kuchens abbekommen – es gibt noch viel zu gewinnen.“ Das Zustellgebiet von arriva und seinen Partnern deckt derzeit knapp 88 Prozent der Fläche von Baden-Württemberg ab. Bundesweit liegt dieser Wert bei 31 Prozent – die Zusammenarbeit mit „Mail Alliance“, einem Verbund regionaler Briefdienste, macht diese Ausdehnung möglich. Ein aktueller Wachstumsmarkt für arriva ist laut Heiko Stihl beispielsweise die Region Karlsruhe. Hier ist arriva seit 2005 durch den Zukauf eines regionalen Zustelldienstes aktiv.

Das Hauptgeschäft macht arriva bislang mit seinen Gewerbekunden: Ein Großteil der derzeit 6500 registrierten Kunden nutzt arriva für die Geschäftspost. Aber auch für Privatkunden ist der Briefdienst interessant. „Ein wichtiger Vorteil ist beispielsweise, dass bei uns das Gewicht keine so große Rolle spielt wie bei der Post“, sagt Stihl. Briefe bis 1000 Gramm kann man mit dem Standardporto von 55 Cent (inklusive Mehrwertsteuer) verschicken. Ab einer gewissen Menge von Sendungen wird zudem die kostenlose Abholung beim Kunden angeboten, eine Sendungsverfolgung ist bei jedem Standardbrief möglich und ebenfalls kostenlos. Full-Service-Kunden können neben ihrer Tages- und Infopost auch Einschreiben, Päckchen und Pakete unfrankiert an arriva übergeben. Wertmarken für den Versand gibt es direkt bei arriva oder in den Geschäftsstellen des SÜDKURIER und der Badischen Zeitung und neuerdings auch an ausgewählten Tankstellen und Kiosken. Über 340 blaue Briefkästen stehen im Zustellgebiet für den Einwurf bereit.

Alle Informationen zu arriva, der Kundenregistrierung und den Portopreisen online:

www.arriva-service.de