IfD weist nach: Zeitung macht Schüler schlauer

  • Institut für Demoskopie (IfD) Allensbach weist positive Wirkung der aktiven Zeitungsnutzung im Unterricht nach
  • IfD-Pilotstudie begleitet den Einsatz des SÜDKURIER im Unterricht über ein ganzes Schuljahr
  • Unterstützung der Bildungspolitik gefordert

Zeitung macht Schüler fitter im Unterricht – und im Leben. Auf diese Formel bringt Stefan Lutz, Chefredakteur des SÜDKURIER mit Sitz in Konstanz, das Ergebnis einer Pilotstudie des Instituts für Demoskopie (IfD) in Allensbach. Über ein ganzes Jahr begleitete das Institut im Auftrag des SÜDKURIER den Einsatz der Zeitung im Unterricht. Partner dieses Pilotprojekts war das Gymnasium in Engen.

Pilotstudie des Instituts für Demoskopie Allensbach (IfD)
Start der 4-teiligen Serie im SÜDKURIER zur Pilotstudie:
Download: Doppelseite Teil 1 / Doppelseite Teil 2

Schulleiter Thomas Umbscheiden war als bekennender Zeitungsfan von Beginn an von der Idee begeistert, eine solche Studie an seiner Schule durchzuführen. Auch Dr. Rüdiger Schulz, Projektleiter des Allensbacher Instituts, freute sich auf diese Aufgabe: „Im Zeitalter des Internet die Wirksamkeit der Zeitung in der Schule untersuchen zu können, war für uns Ansporn und Herausforderung zugleich.“

Die Studie untersuchte die Verwendung der Zeitung im Unterricht mit je zwei Klassen der Klassenstufen 8, 9 und 10. Zu Beginn und am Ende des Schuljahres 2011/12 wurden Schüler und Lehrer zu verschiedenen Themenbereichen befragt.
Das Ergebnis der Studie liegt nun vor – und die positiven Signale, die von der Studie ausgehen, lassen den aktiven Einsatz der Zeitung im Unterricht als unbedingt lohnenswert erscheinen:

Wenn der SÜDKURIER im Unterricht häufiger eingesetzt wurde, fühlen sich Schüler überdurchschnittlich gut informiert.
Die Zeitung wird von den Schülern als Hilfe im Unterricht wahrgenommen.
Wird der SÜDKURIER im Unterricht aktiv eingesetzt, verbessert die Zeitung bei den Schülern das Verständnis von regionalen und überregionalen Themen aus Politik und Gesellschaft.
Das Bewusstsein der Schüler, als Bürger Einfluss auf das Geschehen vor Ort nehmen zu können, entwickelt sich bei intensiver Nutzung der Zeitung im Unterricht.

Angesichts dieser Ergebnisse formuliert SÜDKURIER-Geschäftsführer Rainer Wiesner seine Erwartungshaltung in Richtung der politisch Verantwortlichen im Bildungsbereich: „Das Kulturgut Zeitung hat in der Schule eine doppelte Funktion: Sie vermittelt gemeinsame gesellschaftliche Werte und unterstützt die Schülerinnen und Schüler ganz konkret in ihrer schulischen Laufbahn. Eine deutlich tiefere Integration der Arbeit mit der Zeitung in den Unterricht muss deshalb eine zentrale Anforderung an die Lehrpläne sein.“

Sein Appell richte sich dabei auch an die Eltern und Lehrer an den Schulen. Viele Kinder und Schüler hätten über die SÜDKURIER-Medienprojekte „Klasse!“ und „KlasseKids!“ bereits erlebt, wie Zeitung im Unterricht sinnvoll eingesetzt werden kann. „Wir gehen gern weiterhin in Vorleistung und stellen engagierten Lehrerinnen und Lehrern unsere Unterrichtsmaterialien zur Verfügung. Der Erfolg der Projekte und die Ergebnisse der Allensbach-Studie bestärken uns dabei.“ Eine Unterstützung durch die Politik sei aber dringend notwendig, um die hohe Qualität der Projekte halten zu können.

Mehr als 150.000 Schüler sowie tausende Lehrer und Klassen haben in den vergangenen 15 Jahren an den SÜDKURIER-Medienprojekten teilgenommen. Im Rahmen des Internationalen Junge Leser Preises 2011 wurde der SÜDKURIER für Umfang, Inhalt und Nachhaltigkeit seiner Medienprojekte vom Presse-Weltverband WAN-IFRA mit einem Sonderpreis ausgezeichnet.