Kultusminister startet Klasse!-Projekt

  • SÜDKURIER-Medienprojekt "Klasse!" geht ins 17. Jahr
  • Die Auftaktveranstaltung im Gymnasium am Hoptbühl in Villingen-Schwenningen
  • Ziel des Projekts ist ein verantwortlicher Umgang mit Medien

Zum Auftakt hoher Besuch aus der Landesregierung: Der Kultusminister kam eigens an das Gymnasium am Hoptbühl in Villingen, um die 17. Runde des SÜDKURIER-Medienprojekts Klasse! einzuläuten. Warum er trotz vieler Termine in den Schwarzwald gefahren war, verriet Andreas Stoch (SPD), seit Januar Minister für Schulen und Sport in Baden-Württemberg, auf Nachfrage einer Schülerin ohne Umschweife: „Weil mir dieses Projekt sehr wichtig ist."

Schon seit 1997 engagiert sich der SÜDKURIER an Schulen mit dem Ziel, Schülern das Medium Zeitung näher zu bringen und insgesamt eine kritische Medienkompetenz zu vermitteln. In dieser Zeit haben über 180 000 Schüler im Verbreitungsgebiet des SÜDKURIER unter Anleitung engagierter Lehrer daran teilgenommen, berichtete Chefredakteur Stefan Lutz bei der Auftaktveranstaltung des Medienprojekts in der Schulaula. Seit Schuljahresbeginn haben sich bereits 7000 Schülerinnen und Schüler für das Projekt angemeldet. Weitere werden folgen. Sie lernen, wie die Nachrichtenauswahl einer Zeitung funktioniert, sei es in Papierform oder im Internet, wie sie aufgebaut ist, wie man sie richtig liest und was der Unterschied zwischen Nachricht und Meinungsbeitrag ist. Der SÜDKURIER als Heimatzeitung wird damit zum Unterrichtsstoff.

Letztlich benötigt jeder diese Medienkompetenz, um sich im Dschungel der Informationen eine eigene Meinung zu den Vorgängen in Politik und Gesellschaft bilden zu können, betonte Stefan Lutz vor rund 100 Neuntklässlern des Villinger Gymnasiums, die sich an diesem Klasse!-Projekt beteiligen.

Er ermunterte die Schüler zu einem sorgfältigen Umgang mit Medien. „Wichtig ist, dass Ihr bei der Mediennutzung kritisch bleibt. Nicht alles, was irgendwo geschrieben wird, stimmt.“ Seriöse Informationsquellen wie Zeitungen zeichneten sich dadurch aus, dass sie Nachrichten überprüften, bevor sie verbreitet werden.

Glücklich äußerte sich Stefan Lutz, dass der Verlag mit dem Energiekonzern EnBW Energie Baden-Württemberg AG einen Partner gefunden hat, der das Projekt seit sieben Jahren finanziell unterstützt. „Informationen werden in unserer Gesellschaft immer wichtiger“, ergänzte Ulrich Schröder, Konzernsprecher der EnBW. Deshalb unterstütze das Unternehmen dieses Medienprojekt. Wichtig sei es, dass möglichst alle am gesellschaftlichen Prozess der Meinungsbildung teilnehmen können. “Doch dazu muß man Bescheid wissen, wie Medien funktionieren.“

Kultusminister Andreas Stoch bedankte sich auch bei der EnBW, dass das Unternehmen auf diese Weise „gesellschaftliche Verantwortung“ übernehme. Er stellte klar: „Bildung heißt zu wissen, wie man sich Informationen beschaffen kann.“ Und: „Es ist eine wichtige Aufgabe der Schulen, Schülern beizubringen, mit allen Arten von Medien vernünftig umzugehen.“ Bekanntlich seien im weltweiten Netz auch Menschen unterwegs, die die Naivität anderer ausnutzen wollten. Seriöser Journalismus sei dagegen bestrebt, objektiv zu informieren. Der Minister nahm sich anschließend Zeit, um die vielen Fragen der Neuntklässler zu beantworten. Es entwickelte sich ein Streifzug durch die Bildungspolitik und den Schulalltag. Und auch die Schulleiterin Simone Duelli-Meßmer durfte sich etwas wünschen. Sie bat den Minister darum, künftig wieder mehr Inhalte als Strukturen an Schulen in den Mittelpunkt seiner Arbeit zu stellen.


Weitere Informationen:

Klasse!-Projekt auf SÜDKURIER Online

Artikel und Video zum Klasse!-Auftakt mit Kultusminister Andreas Stoch

Bildergalerie zur Klasse!-Auftaktveranstaltung in Villingen